Le Mont
Shibori
Shibori – ein Begriff, der nicht vielen geläufig sein dürfte, ist eine uralte japanische Färbetechnik für Stoffe und Bändel. Mit Holzformen verschiedener Grössen, die auf der zu bearbeitenden Stofffläche mittels Zwingen festgeklemmt werden, sind die gewünschten Flächen für die Färbung ausgespart. Aussparungen können aber auch durch Falten, mit Stichen, Verknüpfen oder Drehen von Stoffteilen erfolgen.
Durch das Abdecken, Abbinden der Falten wird beim Färben das Ein- und Durchdringen der Farbe auf den Stoff reduziert. Dadurch entstehen farbige Musterungen, und es können dabei überraschende Zufälligkeiten mit einer unendlich reichen Vielfalt an Farbtönen generiert werden.
In ihrer letzten Schaffensphase hat Barbara sehr viel mit der in Europa wenig bekannten Shibori-Technik gearbeitet. Mit befreundeten Künstlerinnen hat sie dazubeigetragen, dass diese Kunst in Skandinavien bekannt wurde.
In unseren Breitengraden ist vor allem die Färbetechnik Batik bekannt. Bei der Batik wird das Färben der Stoffe durch Abdecken mit Wachs erreicht. Unvorhergesehene Überraschungseffekte wie bei Shibori können mit Batik nicht erzielt werden.